Mehrkampf als Breitensport
Veranstaltungen:
Baltic-Run 2011
In 5 Etappen von Berlin nach Usedom
Sponsoren:
Kooperation Schule/Verein
Deutsche Mehrkampfmeisterschaften (28-29.9.2010)
Nur wenige Wochen nach dem Gewinn des Deutschen Meistertitels im Weitsprung der männlichen B-Jugend und seinem Länderkampf-Sieg in Borna gelingt Stephan Hartmann der nächste große Coup bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Potsdam. Trotz zweier mehr oder weniger komplett verregneter Tage konnte er mit 6789 Punkten eine neue persönliche Bestleistung aufstellen und damit die Bronzemedaille als bester Athlet des Jahrgangs 1994 gewinnen. Am ersten Tag lief er die 100m in 11,28s und sprang als bester aller Mehrkämpfer 7,11m weit. Es folgten 14,54m mit der Kugel, 1,81m im Hochsprung und 50,81s über 400m. Im Kugelstoßen und Hochsprung wäre dabei noch deutlich mehr möglich gewesen. Den Fünfkampf schloss er mit 3814 Punkten und damit mit einem neuen LG NORD-Rekord ab. Am zweiten Tag startete der Schützling von Nadine Großkopf mit 15,13s über die Hürden und schleuderte den Diskus auf 34,52m. Dann holte er sich beim Einspringen im Stabhochsprung eine Zerrung und sprang sicherheitshalber nur seine Einstiegshöhe von von 3,40m. Er warf den Speer dann mehr oder weniger aus dem Stand 48,59m weit und lief die 1500m in 4:59,53min zu Ende. Obwohl der zweite Tag somit noch große Reserven enthält, reichten die 6789 Punkte zum dritten Platz. Lucas Dold (Jg. 93) der zweite Nord-Starter wurde am Ende mit 5702 Punkten 27. und verfehlte seine Bestleistung von der Berliner Meisterschaft um knapp 100 Punkte. Leider war die Mannschaft geplatzt, da Marc Koch nach den 100m verletzt aufgeben musste. Sonst hätte es hier noch eine weitere Endkampfplatzierung gegeben.
Diamond League in Brüssel (27.8.2010)
Beim Istaf am Sonntag in Berlin war er noch unzufrieden gewesen, weil er trotz Saisonbestzeit nicht das zeigen konnte, was er wirklich drauf hat. Der Druck in der eigenen Stadt zu starten war am Ende zu groß. Fünf Tage später krönte Carsten Schlangen nun in Brüssel mit einer neuen persönlichen Bestleistung seine mit der EM-Silbermedaille in Barcelona und dem dritten Platz bei der Team EM in Bergen bisher ohnehin schon fantastisch verlaufenen Saison. Als Siebenter insgesamt und zweibester Europäer überquerte er nach einer wiederum sehr schnellen Schlussrunde die Ziellinie in 3:34,19min. Seine alte Bestzeit verbesserte er damit um 41/100s, der erhoffte Sprung in Richtung 3:33min blieb diesmal noch aus, dafür war der Rennbeginn zu defensiv. Hinter sich ließ Carsten mit Arturo Casado unter anderem den spanischen Europameister, der auch in Berlin vor ihm lag, sich dieses Mal aber mit dem 13. Rang zufrieden geben musste. Angst und Bange muss Carsten in dieser Form auch vor zukünftigen großen Finals bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen nicht sein, denn auch der kenianische Olympiasieger Asbel Kiprob lag als Sieger von Brüssel mit 3:32,18min durchaus in Schlagweite. Auch dem Berliner Rekord von Jens-Peter Herold aus dem Jahr 1992 mit 3:32,77min näherte er sich damit wieder ein kleines Stück an. Die Saison ist für Carsten damit beendet, nun folgt erst einmal die Regenerationsphase und die Abgabe seiner Diplomarbeit im Architekturstudium, bevor es auf zu neuen Taten auf der Rundbahn geht.
U18 Länderkampf in Borna (14.8.2010)
Seinen ersten Start im Nationaltrikot konnte Stephan Hartmann bei kühlen äußeren Witterungsbedingungen in Borna bei Leipzig erfolgreich bestreiten. Als jüngerer Jahrgang der männlichen B-Jugend hatte er sich bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm durch seinen Meistertitel mit 7,14m für den Start beim traditionellen U18-Länderkampf gegen Polen empfohlen. Mit einer Weite von 7,31m bei zulässigen 0,4m/s Rückenwind erzielte er die zweitbeste Weite seiner jungen Karriere und konnte den Sieg für das deutsche Team davontragen. Der zweitplazierte polnische Athlet sprang 7,04m weit und blieb damit deutlich auf Abstand. Insgesamt konnte der DLV den Länderkampf mit 235 zu 191 Punkten klar gewinnen.
Leichtathletik für jung und alt
Der Wettkampfsport wird bei uns von jeher groß geschrieben. Egal ob klein oder groß, jung oder alt, ob mit sehr hohen leistungssportlichen Zielsetzungen oder eher aus breitensportlicher Ambition heraus, die Athleten der LG NORD haben sich ihrer Leidenschaft der Leichtathletik verschrieben und dazu gehört der Wettkampf als elementarer Bestandteil dazu. So treffen sich den ganzen Sommer über in der Finsterwalder Straße alle Generationen beim Training, die einen trainieren für die 4x50m-Staffeln der Schüler C und B, die anderen bereiten sich auf Deutsche oder sogar Europa- und Weltmeisterschaften vor und wieder andere machen sich fit für das Sportabzeichen oder die DAMM-Runde. In diesem Reigen hat die jährliche Vorrunde in der Finsterwalder Straße durch unsere Seniorinnen und Senioren ihren festen Platz. Und wie man sieht hat die Mannschaft auch eine stattliche Größe. Ein Generationenproblem gibt es bei uns im Verein zum Glück nicht. Demnächst werden dann wieder alle gemeinsam anpacken, wenn es heißt den Firmenlauf am 3.9.2010 zu organisieren.
2.8.2010: Empfang in TXL
Am Montag, dem 2.8.2010 landete Cartsen um 15:25 in Berlin-Tegel.
Ein großes Empfangskommitte war anwesend:
neben LSB-Präsident Klaus Böger und BLV-Präsident Gerhard Janetzky haben TF-Ehrenmitglied Gundula Gearoge, TF-Geschäftsstellenleiterin Claudia Köhn und der Geschäftsführer unserer Veranstaltungs gGmbH, Stephan Sachs unseren EM-Vizemeister auf dem Flughafen empfangen.
Sensationssilber für Carsten Schlangen (30.7.2010)
Neu-Neu-Neu: die aktuellen Fotos von Iris Hensel aus Barcelona sind online!!!
Um 22:05 Uhr war die Sensation des Freitagabends perfekt. Carsten Schlangen, der 29-jährige Emsländer Architekturstudent von der LG NORD Berlin gewinnt bei der Europameisterschaft in Barcelona die Silbermedaille über 1500m. Es war ein langer Leichtathletikabend und lange hatte das DLV-Team auf Medaillen warten müssen. Doch nachdem Verena Sailer über 100m und Linda Stahl und Christina Obergföll den Reigen am Donnerstagabend mit 2x Gold und 1x Silber eröffnet hatten ging es heute munter weiter. Erst gewannen die Stabhochspringerinnen Silke Spiegelburg und Liza Ryzih Silber und Bronze und dann wurde Betty Heidler Europameisterin im Hammerwerfen. Der Abend schien gelaufen, es standen nur noch die 1500m auf dem Programm. Außenseiterchancen hatte man Carsten von Anfang an eingeräumt. Souverän war er in sein erstes großes Finale eingezogen. Viel hatten er und sein Trainer Prof. Roland Wolff mit Rasen-Sprints am Kick-Spurt gefeilt. Dann lief alles nach Plan. Ein typisches Meisterschaftsrennen bei dem die ersten 800m in 2:08min verbummelt wurden. Carsten hielt sich immer im vorderen Drittel auf, nicht zu weit innen um eingebaut zu werden, nicht zu weit außen um Körner zu sparen und Gegnerkontakte zu vermeiden. 500m vor Schluss nahm der Zug an Fahrt auf und Carsten konnte weiter kraftschonend im Feld mitschwimmen. 300m vor Schluss waren es noch sechs Athleten, die für eine Medaille in Fragen kamen und Carsten immer mit dabei. 120m vor Schluss scherte Carsten eingangs der Zielgerade mutig aus und erlief sich die vierte Position. Dann kam es zum erwartet erbitterten Schlussspurt mit den drei Spaniern Arturo Casado, Manuel Olmedo und Reyes Esteves. Unter dem frenetischen Beifall der spanischen Fans biss sich Carsten zur Silbermedaille durch. Es gewann Casado in 3:42,74min vor Carsten mit 3:43,52min. Nur 2/100s dahinter folgte der zweite Spanier Olmedo mit 3:43,54min. Der Routinier Estevez ging in 3:43,67min diesmal leer aus. Carstens Schlussrunde wurde mit 52,1s und 12,8s für die letzten 100m gestoppt. Seit dem Europameistertitel von Jens-Peter Herold 1990 in Split, der damals noch für die DDR startete ist dies der größte Erfolg für einen Deutschen 1500m-Läufer bei einer EM.
3. Baltic-Run: Silke Stutzke gewinnt bei den Frauen
Der 3. Baltic-Run wurde äußerst erfolgreich abgeschlossen.
Bei den Frauen belegte Silke Stutzke (LG Nord Ultrateam) den ersten Platz, bei den Männern Axel Rymarcewicz (LG Nord Ultrateam)den Platz 2.
EM Vorlauf (28.7.2010)
In beeindruckender Manier konnte sich Carsten Schlangen in Barcelona am Mittwochabend mit einer Zeit von 3:41,65min als Vorlaufdritter direkt für das 1500m-Finale am Freitagabend um 22.00 Uhr qualifizieren. In einem typischen Meisterschaftsrennen hielt sich Carsten lange bedeckt im Mittelfeld und ließ zunächst den Deutsch-Finnen Jonas Hamm das Tempo machen. 700m vor Schluss nahm das Rennen dann Stück für Stück an Fahrt auf. Carsten konnte im Feld mitschwimmen und hielt sich bis 200m vor Schluss noch zurück, ehe er dann eingangs der Zielgerade seinen endgültigen Endspurt ansetzte. Carsten zeigte mit diesem Kick-Spurt eine Qualität, die er sich erst im Laufe dieser Saison angeeignet hat. Nun ist im Finale einiges möglich, neben Carsten haben sich von den Favoriten mit den beiden starken Spaniern Arturo Casado und Reyes Estevez auch der Brite Andy Baddley und der Italiener Christian Obrist für fas Finale qualifiziert. Vor heimischem Publikum sind die Spanier sicher leicht favorisiert aber danach ist alles offen. Das ZDF überträgt von 18.00 bis 22.15 Uhr und Eurosport von 18.15 bis 22.45 Uhr. Wir drücken die Daumen!
EM Barcelona 27.7-1.8.2010

- Carsten Schlangen der Deutsche Meister von Braunschweig versucht auch bei der EM in Barcelona über 1500m sein Glück
Die für Dienstag angesetzten Vorläufe über 1500m sind entfallen. Nun geht es für Carsten Schlangen gleich um den Einzug ins Finale. Am Mittwoch, den 28.7, steigen um 20:40 Uhr die zwei Halbfinal-Läufe im Olympiastadion von Barcelona. Da kann der Deutsche Meister von Braunschweig dann zeigen, dass er derzeit ein Pfund drauf hat und vielleicht zum ersten Mal in seiner Karriere einen großen internationalen Endlauf erreichen. Wir drücken gespannt die Daumen. Das ZDF überträgt von 18:00 bis 22:15 Uhr live und Eurosport von 18:00 bis 22:45 Uhr.
Carsten Schlangen und Meike Kröger sind online (14.7.2010)
Carsten Schlangen ist in Sachen Internet mit seiner Homepage www.carsten-schlangen.de ein Pionier im Umfeld der Leichtathletik gewesen. Unter anderem unterhält er auf seiner Homepage einen lesenwerten Blog, dier immer wieder auch die Situation der gesamten Leichtathletik in Deutschland und weltweit aus Athletensicht beleuchtet. Inzwischen sind diesem Beispiel viele Athleten im Netz gefolgt und haben auch ihre eigene Website gebastelt. Nur wenige sind besser und professioneller, die meisten bieten dagegen ein oftmals grafisch und inhaltlich noch nicht vollkommen überzeugendes Sammelsurium, dass eher einem online veröffentlichten Poesiealbum gleicht. Insofern hat Carsten hier in der Leichtathletik-Szene einen positiven Standard gesetzt. Neu dazugekommen ist nun auch die Homepage von Meike Kröger unter www.meike-kroeger.de und wie es sich für eine Architekturstudentin gehört erfüllt diese ästhetisch höchste Ansprüche. Überhaupt ist es interessanter Zufall, dass unsere beiden Aushängeschilder beide Architektur an der TU Berlin studieren.
NDM Berlin (3./4.7.2010)
Mit Superleistungen darunter drei Vereinsrekorden und vier Titeln konnten die Nordathleten am ersten Tag aufwarten. Allen voran Maren Schulze (Jg. 82) im 100m-Sprint. Sie wurde mit 11,60s bei 0,3 Rückenwind Norddeutsche Meisterin der Frauen. Damit verbesserte sie ihre 10 Jahre alte Bestleistung um 17/100s und verbesserte zugleich ihren eigenen Vereinsrekord über 100m der Frauen. Im Vorlauf war Maren mit 12,13s bei 2,3m Gegenwind gestartet und hatte sich dann im Zwischenlauf bei 2,1m Rückenwind auf 11,85s gesteigert, ehe sie das Finale mit 3/100s Vorsprung vor Janin Lindenberg für sich entscheiden konnte.
Einen weitere sensationellen Vereinsrekord stellte Caterina Granz (Jg. 94) über 800m der WJB auf. Sie gewann den Titel nach dem sie in der ersten Runde taktisch geschickt an Position zwei gelaufen war in 2:11,24min. Die von Jive Müller trainierte Mittelstrecklerin verbesserte damit nach 36 Jahren die alte Marke von Angela Wilhelm aus dem Jahr 1974, die damals 2:11,8min gelaufen war.
Den dritten LG NORD Rekord sicherte sich die 4x100m-Staffel der männlichen Jugend B in 43,78s. In der Besetzung Lucas Dold (93), Stephan Hartmann (94), Lukas Kiesl (93) und Marcel Mathäs (94) lief das Team von Trainerin Nadine Großkopf zum Vizetitel. Der alte Rekord lag bei handgestoppten 43,5s und hat auch schon 24 Jahre auf dem Buckel.
Weitere Topleistungen gab es durch Carsten Schlangen (80), der die 800m mit dem Rückenwind kürzlich in Metz geschafften 1500m-EM-Norm nach Belieben in einem negativ-split-Rennen gewann, wo er die zweite Runde deutlich schneller als die erste lief. Am Ende standen 1:49,57min zu Buche.
Im Weitsprung der MJB glänzte Stephan Hartmann (94), der sich erst im vierten Versuch auf die neue Bestweite von 7,14m verbesserte, ehe er es im fünften Durchgang mit 7,42m richtig krachen lies. Zum Vereinsrekord von Nils Hermann fehlten ihm da nur noch 13cm.
Weniger zufrieden war Meike Kröger mit ihrem Vizetitel und 1,83m im Hochsprung der Frauen, nach überstandener Verletzung hatte sie sich schon wieder mehr erhofft, suchte aber noch nach technischer Konstanz in den Sprüngen.
Am zweiten Tag setzte Maren Schulze ihren Siegeszug über ihre Lieblingsstrecke die 200m fort. Im Vorlauf ließ sie es mit 24,35s noch gemütlich angehen und sparte sich alle Körner für den Endlauf. Im Finale startete sie dann auf Bahn drei gleich hinter Janin Lindenberg vom SC Magdeburg, die ihren Vorlauf in 23,92s gewonnen hatte, und auf Bahn vier in den Blöcken saß. Maren schloß schnell nach dem Start auf und konnte sich frühzeitig absetzen, gelöst sprintete sie bei regulären Windverhältnissen einer neuen Bestzeit und gleichzeitig einem neuen LG NORD Rekord von 23,56s entgegen. Ihre alte Bestleistung unterbot sie damit um 7/100s. Währenddessen lief zeitgleich die versammelte deutsche Sprintelite des Frauensprints auf der bekannt schnellen Bahn von Mannheim, wo die Siegerin Anne Möllinger jedoch nicht über 23,76s hinauskam. In der aktuellen Deutschen Bestenliste schob sich Maren mit ihren Zeiten auf Rang 7 über 100m und Rang 4 über 200m.
Diese Leistungssteigerung von Maren ist um so höher zu bewerten, wenn man weiß, dass Maren eigentlich einen Vollzeitjob beim Stromversorger GdF Suez hat."Ich trainiere nur noch drei bis vier Mal in der Woche und habe einen Vollzeitjob", erzählte sie auf leichtathletik.de. "Das bekommt mir anscheinend gut." Zum Glück ist Marens Arbeitgeber auch ihr größter Sponsor, so dass sie sich für die ganz wichtigen Wettkämpfe auch in Ruhe vorbereiten kann, das ist sicher auch keine Selbstverständlichkeit in den heutigen wirtschaftlich harten Zeiten. Bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig in zwei Wochen (17./18. Juli) peilt Maren wie immer den 200-Meter-Endlauf an. Dort nimmt sie sich aber nichts Spezielles vor, denn "das Laufen macht mir wieder Spaß", freute sie sich. "Darauf kommt es mir an."
Carsten Schlangen läuft EM-Norm
Nur drei Tage nach der verpassten Norm bei der DAK-Gala des DLV in Wattenscheid ist Carsten Schlangen beim internationalen Leichtathletikmeeting ATHLELOR im französischen Metz am Dienstag Abend mit 3:36,67min die Norm für die Europameisterschaften in Barcelona gelaufen. Als Sieger des Laufs unterbot er die einmal zu erfüllende Norm des DLV um gut drei Zehntel Sekunden und kann nun die Vorbereitung für die Europameisterschaften Ende Juli angehen.
DAK-Gala (26.6.2010)
Am Samstag (26.6) waren mit Carsten Schlangen, Meike Kröger und Maren Schulze drei Nordler bei der DAK-Gala des DLV in Wattenscheid am Start. Am besten aber auch am unglücklichsten konnte sich Carsten Schlangen über die 1500m in Szene setzen. Die Tempomacher bewiesen wenig Taktgefühl und keiner der anderen Deutschen Mittelstreckler war bereit das Tempo aufzunehmen. Lediglich Carsten zeigte Mut und hing zwischen den zu schnellen "Hasen" und dem Restfeld ganz allein und ohne jeder Unterstützung wie zwischen Baum und Borke. Mutig kämpfte er sich mehr oder weniger allein durch die dreidreiviertel Runden und verpasste am Ende als Sieger in 3:38,29min die EM-Norm um 1,29 Sekunden. Das mangelnde Engagement seine Mitläufer ist bedauerlich gewesen und stellt den Sinn eines solchen Gala-Starts in Frage, da die Norm im Ausland in einem schnellen Rennen offensichtlich leichter zu erreichen ist als in Deutschland ein schnelles Rennen zu stricken.
Wesentlich mehr freuen konnte sich dagegen Maren Schulze im 200m-Sprint. Als letzte und Achte ins Feld gerutscht, verkaufte sie sich mit Platz vier als zweitbeste Deutsche Sprinterin hervorragend. In 23,86s lief sie überdies zum ersten Mal in diesem Jahr unter 24 Sekunden. Ebenfalls zufrieden war Meike Kröger mit ihrem Saisoneinstand im Hochsprung nach verordneter sechswöchiger Zwangspause wegen einer Knochenreizung am Wadenbein. Mit dem dritten Platz und 1,84m konnte sie für den Anfang vollends zufrieden sein. Nächste Woche folgen dann für alle die Norddeutschen Meisterschaften als Heimspiel in Berlin.
Hammerwurf im Fernsehen (27.6.2010)
Am 27.6.2010 kann man um 22.45 Uhr auf SAT 1 in der Wissens-Sendung Planteopia unsere Hammerwerferin Mariel Rose sehen, wie sie den Hammer wirft.
Berlin-Brandenburgische Meisterschaften in Potsdam (19./20.6.2010)
Am ersten Tag der Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften konnten die Athleten der LG NORD Berlin fünf Titel gewinnen. Eine ganz eigene Leistung für sich war sicherlich der 100m-Sieg von Maren Schulze im Frauensprint mit 11,82s bei exakt zulässigem Rückenwind von 2,0m/s. Bereits im zweiten Vorlauf hatte Maren trotz kühler Witterungsbedingungen im Potsdamer Stadion am Luftschiffhafen mit 12,14s trotz eines miserablen Starts und 0,8m/s Gegenwind ein Zeichen gesetzt. Allerdings hatte ihre Konkurrentin Nadja Bahl vom ausrichtenden SC Potsdam im ersten Vorlauf bereits 12,10s vorgelegt. Im Finale erwischte Maren dann einen guten Start und war nach wenigen Metern schon gleichauf mit der neben ihr laufenden Potsdamerin. Auf den zweiten 50m spielte sie dann ihr Stehvermögen als 200m-Läuferin und ihre ganze Routine und Erfahrung von 13 Jahren leistungssportlicher Sprintkarriere aus und gewann sicher mit 7/100sec Vorsprung vor der 10 Jahre jüngeren Konkurrentin. Mit nunmehr 28 Jahren scheint Maren in der Form ihres Lebens zu sein. Lediglich viermal ist Maren in ihrer Laufbahn schneller auf den 100m unterwegs gewesen, das letzte Mal vor 10 Jahren als sie mit 11,77s ihre heute noch gültige Bestleistung aufstellte. Bedenkt man die Wetterbedingungen, dann scheint diese Bestzeit ordentlich zu wackeln.
Weitere Titel gewannen Jessica Kolotzei im Diskuswerfen der Frauen mit 56,80m, Merlin Rose mit 1:52,94min über 800m der Männer und Stephan Hartmann mit 6,90m im Weitsprung der männlichen Jugend B. Einen Doppelsieg feierten Katharina Giese und Caterina Granz über 800m der weiblichen Jugend B, wobei Katharina in 2:14,12min von vorne weg siegte und dabei für Caterina das Tempo machte und diese somit zur neuen Bestzeit von 2:14,37min zog. Weitere Silbermedaillen gab es für Stephan Hartmann im 100m-Sprintfinale der männlichen Jugend B mit guten 11,31s und Domenic Schupp mit neuer 400m-Hürdenbestzeit von 57,11s, sowie durch die 4x100m-Staffel der männlichen Jugend B in der Besetzung Marc Koch, Lucas Dold, Domenic Schupp und Marcel Matthäs in 45,69s. Bronze holte sich die Frauenstaffel in 49,97s in der Besetzung Maren Schulze, Aleksandra Maciejewska, Patricia Fritz und Julia Hagenstein.
Vier statt fünf Titel gab es am zweiten Tag für die Rothemden zu gewinnen, dass es keine fünf wurden lag an Nico Dieckmann, der bei seiner Anfangshöhe von 5,10m in Stabhochsprung leider einen Salto Nullo vollführte. Doppelmeisterin wurde Maren Schulze über die 200m, wo sie mit über 2 Sekunden Vorsprung ein einsames Rennen gegen die Uhr und den Wind lief, welches sie in 24,17s locker gewann. Frauenmeisterin im Hammerwurf wurde auf dem Nebenplatz Sophie Drieux, die mit 54,77m ihre derzeit bestechende Form einmal mehr untermauern konnte. Silber ging an ihre Vereinskameradin Mariama Jamanka, die ihr Ziel von 45m knapp verfehlte. Ebenfalls Doppelmeister dieses Meisterschaftswochenendes wurden Stephan Hartmann, der seinem Weitsprungerfolg einen 200m-Sieg folgen ließ, und Katharina Giese, die nach ihrem 800m-Sieg auch über 1500m konkurrenzlos war. Eine weitere Silbermedaille gewann Marcel Matthäs mit 12,79m im Dreisprung. Bronze ging an Moritz Paul im Stabhochsprung der Männer (4,70m), Lucas Dold über 200m der MJB (23,60s) und Sina Badalge über 100m Hürden der WJB, die mit 16,06s im Vorlauf eine neue Bestzeit erzielte.
Carsten Schlangen Dritter bei Team-EM (19.6.2010)
Am ersten Tag der Team-Europameisterschaften in Bergen/Norwegen sorgte Carsten Schlangen für einen der wenigen Lichtblicke für den Deutschen Leichtathletik-Verband. Deutsche Siege gab es für Nadine Müller im Diskuswerfen und Christina Obergföll im Speerwerfen. Knapp am Sieg vorbei rutschte Kugelstoßer Ralf Bartels ebenso wie Silke Spiegelburg im Stabhochsprung. Dritte Ränge gab es für die 4x100m Nationalstaffel der Männer und für Carsten Schlangen über 1500m. In einem typischen Europacuprennen, wo das Tempo am Anfang gewöhnlich verbummelt wird, hielt er sich taktisch klug immer auf den vorderen Plätzen auf und war dann im abschließende Massenspurt des Feldes hellwach und konnte dann auf der Zielgerade sogar noch zulegen. In 3:46,89 Minuten lief er auf den dritten Rang, nur knapp hinter dem Erstplatzierten Colin McCourt aus Großbritannien (3:46,70 min). Carsten wiederholte damit seinen Erfolg vom Europacup 2008 in Frankreich, als er ebenfalls auf den dritten Rang gelaufen war.
Nach dem Rennen in Norwegen sagte Carsten auf leichtathletik.de: „Es gab während des Rennens immer wieder taktisches Geplänkel. Mit etwas Glück hätte ich den Lauf sogar gewinnen können. Aber das hebe ich mir für das nächste Mal auf.“
Ehre wem Ehre gebührt!

- v.l.n.r. Dr. Francesco De Meo, Gerhard Janetzky, Marina Schupp
Es ist kein Geheimnis. Einerseits hat Ehrenamt einen sehr hohhen Stellenwert, andererseits ist es immer wieder schwer, engagierte Bürgerinnen und Bürger zu finden, die sich in allen gesellschaftlichen Ebenen freiwillig einbringen. Gott sei Dank findet der SC Tegeler Forst e.V. immer wieder Helfer, die mit unermüdlichem Einsatz für den laufenden Betrieb in allen Bereichen des Vereins sorgen.
Der Berliner Leichtathletik-Verband hat einige von diesen fleißigen Helfern auf seinem letzten Verbandstag mit Ehrennadeln geehrt. Wir möchten daher hier eine Trainerin und Helferin, die seit Jahren mit dabei ist, in den Vordergrund stellen. Sie ist Hausfrau und zweifache Mutter, nebenbei ist sie berufstätig, sie leitet seit Jahren unsere B-Schülerinnen und sie zeichnet, ebenfalls seit Jahren, verantwortlich für die Organisation und Durchführung der "Flinken Füße". Spätestens jetzt wissen alle, von wem die Rede ist: Marina Schupp.
Sie hat völlig zu recht die goldene Ehrennadel des DLV erhalten. Wir gratulieren und wir sind stolz und froh, dass wir sie haben.
Weitere Ehrungen erhielten:
Claudia Köhn - Silberne Nadel des BLV
Anne Sucka - Silberne Nadel des BLV
Arwed Springer - Silberne Ehrennadel des DLV
Lutz Raschke - Silberne Ehrennadel des DLV
Ihnen gratulieren wir natürlich auch ganz herzlich, und hoffen, dass sie uns auch noch lange weiter so fleißig unterstützen.
Fotos Mehrkampftag 2010
16.4.2010: Eröffnung der neuen Geschäftsstelle
Am 16.4.2010 war es endlich soweit:
der SC Tegeler Forst und die SC TF Veranstaltungs gGmbH hat mit einem Tag der offenen Tür zwischen 15 und 18 Uhr die Eröffnung der neuen Geschäftsstelle und den neuen Sitz der gGmbH gefeiert.
Im Hermsdorfer Damm 199 ( in 13467 Berlin)
begrüßte der Vorstand des Vereins und der Geschäftsführer der gGmbH neben 70 Gästen (viele Trainer und Spitzenatleten sowie Mitglieder des Vereins) außerdem:
Vetreter aus der Politik, vom BLV, vom LSB und aus der Wirtschaft.
Das Wetter war gut, der Start ist geglückt, und nun beginnt die Arbeit dort...































