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Ullika, Silke und Marie holen den Seniorinnentitel
Silber für Ralf Giese in der AK
Der neue Deutsche Meister Frank Merrbach
Neue PB für Frank Nickel
Das Team vor dem Start
Ullika, Silke und Amrei

50km-DM 2018 in Ebershausen am 08.04.2018

Die zweite Ultra-DM des Jahres stand am 8. April an, wobei der eigentliche Ultra in diesem Fall wohl die Anreise war: knappe 650 Kilometer sind es nach Ebershausen im Landkreis Günzburg; aus Berliner Sicht kann man also fast sagen kurz vor Italien.

Trotz dieser Entfernung und einiger kurzfristiger Absagen stand eine 10-köpfige Mannschaft an der Startlinie, unterstützt von Mary Blauth, Jörg Stutzke und Fritz Schulz als persönliche Betreuer. Und die haben ihren Job ziemlich perfekt gemacht, es blieben keinerlei Wünsche (auch nicht die unausgesprochenen!) offen.

Zu Beginn, bei noch leistungsfreundlichen einstelligen Graden, ging es wie oft schnell zur Sache – auf 50km bleibt eben nicht viel Zeit zum Taktieren. Die 10x zu durchlaufende Runde führte ca. 1 Kilometer durch Ebershausen und danach leicht wellig mit einer immer größer werdenden Rampe auf eine Landstraße zu einem Wendepunkt und von dort 2km Richtung Ziel. Reichlich Gelegenheit also, auch als Teilnehmer das Renngeschehen zu verfolgen. Da sah man zum Beispiel Frank Merrbach konzentriert seine Runden drehen und sich weder vom Ultra-Novizen Robert Kubisch (Kimbia Sports) noch vom als Favoriten gehandelten Marco Bscheidl (LG Passau) aus der Ruhe bringen. In der fünften Runde tat sich dann aber eine Lücke auf die bis zum Ende kontinuierlich größer werden sollte, Frank lief den ersten Platz in 3:03:27 h nach Hause und überrundete dabei ganz uncharmant auch die überlegene Frauensiegerin Nele Alder-Baerens, für die Weltklasseathletin keine häufige Erfahrung... Außerhalb der ganz vorderen Plätze machte sich die zunehmende Temperatur bald bemerkbar: der Durst wurde größer, die Geschwindigkeit geringer, und unsere Helfer waren immer leichter bekleidet… Neben dem späteren Sieger konnte auch unser zweiter Frank (Nickel) seine Rundenzeiten nahezu konstant halten, wurde nur nach km35 etwas langsamer und realisierte in 4:51 h eine deutliche PB, alle weiteren Nordler mussten etwas deutlicher Tempo reduzieren. Lief Ralf Giese noch lange im Sog der ersten Frau, kam er am Ende ca. 20min hinter dieser ins Ziel. Auch Bernd Kalinowski musste realisieren, dass sich Traumzeiten eben nicht unter allen Umständen realisieren lassen und komplettierte nach 4:27:06 h die erste Mannschaft. Damit fehlten der ersten Mannschaft nur ca 4,5min auf den Bronzerang. Michael Beckmann lieferte mit 4:40:59 nach den 100km in Rheine eine weitere gute Zeit ab, und hinter dem souverän laufenden Frank Nickel komplettierte Micha Brandt unsere zweite Gesamt-Männermannschaft. Micha war mit einer Verletzung und einigen Zweifeln angereist, fand es aber gut mal „zu probieren, wie es ist mit einer Verletzung 50km zu laufen…“

Bei den Frauen lief Amrei Münster ein couragiertes Rennen, musste erst gegen Ende etwas reduzieren und lief letztlich in 4:09:56 h nicht nur persönliche Bestleitung, sondern auch knapp unter der Schallgrenze eines Schnittes von 5 min/km und erreichte den 7. Platz gesamt (1. W30). Ullika Schulz holte in ihrer AK55 ebenso den 1. Platz und Silke Stutzke sicherte die erfolgreiche Titelverteidigung der Frauenmannschaft in 14:07:16 h. Marie Ballay kam kurze Zeit später ins Ziel und komplettierte damit die erfolgreiche Frauen-Senioren-Mannschaft, die ebenfalls den Titel holte.

Insgesamt also trotz kleiner Mannschaft ein erfolgreiches Abschneiden, das großen Hunger auf die nächste Ultra-DM über 6 Stunden am 9. Juni in Hoyerswerda macht!

Autor: Bernd Kalinowski

Die Freude steht Jörg ins Gesicht geschrieben
... unterwegs

Liverpool to Manchester Ultra 50 Meilen am 02.04.18

Tag ohne Sonne

Wenn man sich für einen Wettlauf in Mittelengland anmeldet sollte man sich gewiss sein, dass man neben einer liebevoll organisierten Veranstaltung auch landestypische Witterung in den Warenkorb gelegt bekommt. Zum zweiten Mal riefen die Organisatoren an die Startlinie zum Lauf von Liverpool nach Manchester, in diesem Jahr mit Beteiligung der LG Nord Berlin durch Jörg Stutzke. Angesichts des Trainingszustandes ein eher gewagtes Unternehmen, jedoch überwog die Neugier auf den ersten Ultra im Mutterland des Sports, und so gesellte ich mich am Ostermontag um sechs Uhr bei 2°C und Dauerregen zu den anderen knapp 400 positiv Verrückten, um etwa 80 Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Vermutlich gab es in früherer Zeit in England mal einen königlichen Erlass, demzufolge Männern das Tragen von langen Hosen während der Ausübung des Laufsports verboten wurde – für mich völlig unverständlich angesichts der Witterung, stand ca. 1/3 der Teilnehmer kurzbehost an der Startlinie.

Die Strecke stellte nicht die kürzeste Verbindung beider Städte dar, vielleicht aber die schönste. Immer entlang des Pennine Trail und des Flüsschens Mersey führte der Weg durch zahlreiche Parks, vorbei an Industrieansiedlungen älteren und neueren Datums sowie durch typisch englische Siedlungen mit ihrem unvergleichlichen Reihenhauscharme. Keine allzu wellige Strecke, die Höhenmeter hielten sich im niedrigen dreistelligen Bereich. Der Dauerregen der letzten Tage präsentierte aber Teile der Strecke eher als „Tough Guy“-tauglich, denn als „schnellen 50-Meiler“ wie vom Veranstalter ausgelobt. Knöcheltiefe Schlammpassagen und nicht minder flaches Regenwasser ließen die Bodenkontaktzeiten erheblich ansteigen, auch mal unter Verlust der Schuhe. Wenn man es aber schaffte, den jeweils nächsten Versorgungspunkt zu erreichen wurde man mit viel Herzlichkeit und guter Versorgung entlohnt. An sieben Punkten der Strecke war dies der Fall, bis zum letzten blieben die Helfer sehr freundlich. Im Ziel dann der Stadioneinlauf, besser gesagt: Stadioneinlauf auf Englisch. Ihr wisst schon – eine Rundbahn ist nicht notwendig, dennoch wurden wir am Zielort über die Wiese des ortsansässigen Sportclubs geführt. Dauerregen, zum Abschluss also nochmals 400m durch sumpfiges Gelände – geschafft. Nach 9:25h konnte ich den Lauf beenden, unter allen Gestarteten langte das zu Rang 49 und der etwas überraschenden Übergabe einer goldenen Finishermedaille, die den ersten einhundert Zieleinläufern vorbehalten war. Wenn sie denn irgendwann geschienen hätte – ich hätte gern mit der Sonne um die Wette gestrahlt, aber ich war ja in England. So blieben mir die anerkennenden Worte von Sascha, der mich zwar nur bei Start und Ziel unterstützen konnte, dies aber mit ungeahnten Fähigkeiten tat. Wer diesen Lauf selbst einmal probieren möchte dem sei empfohlen, beizeiten den Startplatz sicher zu machen sowie unbedingt im Vorfeld lange Läufe zu trainieren.

 

Autor: Jörg Stutzke

Anke erreicht glücklich ihr Ziel
Niels und Martin Seite an Seite
Martin - zum zehnten Mal hier im Ziel
Bejubelter Zieleinlauf von Niels
Gesa, Silke und Daniela freuen sich über den Titel im 10 km Straßenlauf
Hinter jedem Sieger steht ein gutes Team

BBM 100 km und 10 km Straßenlauf am 24.03.2018

Weite Wege nahe der Heimat

Mit einer für einen Ultralauf beachtlichen Gruppenstärke begab sich das Ultrateam der LG Nord an den Störitzsee, um zu testen was die letzten Monate Training auf der Königsstrecke möglich gemacht haben.

Im Ergebnis steht, wie so oft bei den langen Läufen, ein individuell sehr unterschiedliches Fazit. Der neue Berlin-Brandenburgische Meister Niels Bubel reflektiert seinen Lauf sehr positiv, und das liest sich wie folgt:

„Der 100km-Lauf am 24. März‎ hat mir gezeigt, dass die 100km-Strecke meine Distanz ist. Sie fordert mich heraus und gleichzeitig kann ich meine Stärken zeigen: ich liebe das ausdauernde Laufen. Bei den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften wurde ich nun mit der Goldmedaille belohnt. Mit der Zeit von 7:43:54 h habe ich zwar noch nicht meinen Traum von einer Qualifikation für eine Weltmeisterschaft über 100km erreicht. Doch ich bin diesem Traum ein ganzes Stückchen nähergekommen.…

Großen Anteil an meiner Leistung hat meine sensationelle Freundin, die meine Verpflegung übernahm und mein Verein, das Ultrateam der LG Nord Berlin. Viele waren an den Störitzsee ‎gekommen, um zu helfen oder aber selbst zu laufen. Martin Ahlburg hat mit mir gemeinsam die ersten 50km bestritten, was wirklich sehr toll und abwechslungsreich war. Dabei wurden wir auch von seiner Freundin und vielen anderen kräftig angefeuert. Auch meine Schwester war an die Strecke gekommen und hat mich kämpfen aber auch lächeln sehen dürfen. Durch diesen Rückhalt, der für mich deutlich zu spüren war, habe ich eine kleine Krise zwischen km 60 und 80 durchstanden. Ich habe dabei auf meinen Körper gehört, das Tempo etwas reduziert und so meinem Körper die Chance gegeben, die schwere Phase durchzustehen….“

Die etwas kühle Witterung und auch der teils schwer belaufbare Kurs hat sicher ein paar Sekunden pro Runde von der Uhr genommen. Unsere beiden anderen Sportler mit Zieleinlauf über 100km ließen sich davon aber genauso wenig beeindrucken wie Niels. Anke Schülke hat in ihrem ersten 100-er das gesteckte Ziel (unter 10:30h) erreicht und mit 10:26:50h den zweiten Rang der Meisterschaftswertung erkämpft. Kurz vor ihr war Martin Woitynek mit seinem Rennen am Ende, seine 9:58:34h waren zugleich sein zehntes Finish bei dieser Veranstaltung.

Am Störitzsee geht es aber auch eine Nummer kleiner, neben Martin waren noch Evelyn Franke und Dirk Kiwus auf der halben Strecke dabei. Für alle drei war es ein kontrollierter langer Lauf mit Verpflegungsleistung. Ein ähnliches Fazit konnten Rebecca Walter (50km, Tempo 5:00/km) und Annette Müller (45km, Tempo 5:05/km) ziehen, die ihre ursprüngliche Absicht einhundert Kilometer zu laufen an diesem Tag in ein hochwertiges Training wandelten.

Deutlich schneller ging es bei den Meisterschaftsläufern über die 10 Kilometer zur Sache. Die erst vor zwei Wochen über 100km zu deutschen Mannschaftsmeistern gekürten Alexander Dautel und Benjamin Brade ließen sich den Ausflug zum Sprint nicht ausreden und erreichten mit 33:08 min (2. M30) und 37:13 min respektable Zeiten. Bei den Damen ragte Amrei Münster mit nachweislich gewachsener Grundschnelligkeit heraus, mit 42:44 min konnte sie im teilnehmerstarken Feld als Gesamtelfte gut mithalten und wurde mit Silber in ihrer AK belohnt. Gesa Edzards, Silke Stutzke und Daniela Dilling haben für die einzige Mannschaftsmedaille des Tages gesorgt, in der Summe ihrer Leistungen waren sie im Feld der w50/55 unerreicht.

Fazit der Veranstaltung: toller Teamauftritt, danke allen Helfern, Glückwunsch den Läufern zu den Leistungen.

 

Autor: Jörg Stutzke

Ultratrail du Petit Ballon am 16.03.2018

Frank Merrbach ganz rechts im Bild

Beim Petit Ballon Ultratrail in Frankreich, einem anspruchsvollen Trail mit 2310 HM und 52 km wurde Frank Merrbach Fünfter in 4:44:17.

Herzlichen Glückwunsch.

Frank war aber nicht unser einziger erfolgreicher Starter dort. Auch Bernd Kalinowski und Patricia Rolle kamen bei diesem schweren Ultralauf ins Ziel.

Herzlichen Glückwunsch auch den beiden.

Alexander Dautel wird Deutscher Meister 2018
Die Deutschen Mannschaftsmeister 2018
Ehrung der Mannschaftsmeister
 

Der erste Einzeltitel über 100 km

Alexander Dautel und das Männerteam Deutsche Meister über 100 km

In einem bis zum Schluss spannenden Rennen hat sich Alexander Dautel den bisher größten Erfolg seiner noch recht jungen Ultralaufkarriere erkämpft. In 7:01:04 h wurde er in Rheine „Deutscher Meister“ über die längste offizielle Meisterschaftsdistanz des DLV. Schlüssel zum Erfolg war dabei ganz offensichtlich seine Rennübersicht, gepaart mit einem sehr gleichmäßigen Tempo über die gesamte Renndistanz. Seine Siegerleistung bedeutet zugleich Vereinsrekord.

Schnell löste sich aus dem recht starken Teilnehmerfeld von ca. 160 Läuferinnen und Läufern eine flotte Kopfgruppe. Alexander spielte von Anfang an vorn mit, ließ sich vom hohen Anfangstempo von Marco Bscheidl nicht beirren und übernahm ab Kilometer 30 die Spitze des Feldes. Wie üblich bei solchen Rennen konnten die zahlreichen Betreuer und Zuschauer ein Ausscheidungsrennen sehen. Einzig Gerrit Wegener (Laufpartner Berlin) konnte mithalten und wurde nach zwischenzeitlicher Führung bei km 75 am Ende sicherer Zweiter, ebenfalls in neuer persönlicher Bestleistung (7:03:56h).

Aus Sicht der LG Nord besonders erfreulich: auch in der Teamwertung gelang ein überzeugender Sieg. Nachdem beim Heimspiel im Vorjahr noch Muskeln und Nerven im Wege standen gelang es in diesem Jahr in der Besetzung Alexander Dautel, Benjamin Brade und Stu Thoms den Mannschaftstitel bei den Männern über 100km zu gewinnen. Erst nach 60 gelaufenen Kilometern übernahmen die drei die Führung und gaben sie bis zum Ende nicht mehr ab. Michael Beckmann und Achim Dierkopf konnten das Rennen ebenfalls beenden, Achim wurde dabei zweiter seiner Altersklasse M70.

Leider konnte Patricia Rolle ihren Rennplan nicht umsetzen. Nach 45 Kilometern zog sie die Reißleine und musste die Hoffnung auf ein weiteres gutes Ergebnis über die Königsstrecke des Ultralaufens vorzeitig begraben. Bernd Kalinowski hatte ebenso wie Torsten Richter im Vorfeld einige gesundheitliche Probleme, beide haben die Vernunft dem Ehrgeiz vorgezogen und ebenso abgebrochen.

Autor: Jörg Stutzke

Gruppenbild im Trainingslager
Auf zur ersten Einheit

Trainingslager Lindow 23.02.-25.02.2018

Das Trainingslagerangebot im Sport- und Bildungszentrum Lindow erwies sich in diesem Jahr als ein offenbar sehr ansprechendes. Denn es nahmen 30 Sportlerinnen und Sportler aus dem Ultrateam daran teil, so viel wie noch nie. Traditionell reise ich persönlich immer laufend an und hatte somit schon die ersten 49 km direkt am Freitag auf der Uhr. Eine schnelle Dusche und ein Kaffee und meinen Platz im Foyer als Empfangskomitee einnehmen folgten. Nachdem die Läuferinnen und Läufer ihre Zimmer bezogen hatten, machten sich die meisten ebenfalls auf die erste Runde um den See, die Flinkfüße schafften sogar noch 2 Runden.

Am Samstag wurde zeitig gefrühstückt. Je nach Trainingsplan ging es dann auf die Strecke, für jeden fand sich eine passende Gruppe. Sei es der richtig lange Lauf über 60 km oder der Doppeldecker mit einem Morgen- und einem Abendlauf oder der lang gezogene Steigerungslauf, was bei Ultraläufern heißt, erst mal 35 und dann los steigern. Fritz begleitete eine große Gruppe wieder fürsorglich auf dem Rad und versorgte.

Lindow bietet für ein Trainingslager den perfekten Rahmen. Nicht nur eine Rundumversorgung beim Essen, sondern auch eine Schwimmhalle oder Sauna für die alternativen Einheiten. Das wurde am Nachmittag auch zahlreich genutzt.

Am Samstagabend fand auch in diesem Jahr die Teambesprechung statt. Das vergangene Jahr Revue passieren lassen, einen Überblick über die Teamfinanzen geben, Ausblicke auf das Jahr .... Absprachen, Meinungen sammeln, sich austauschen. Für all das ist in einem Trainingslager endlich mal Zeit.

Anschliessend boten uns Kiwi und Evelyn noch einen sehr unterhaltsamen Vortrag über ihre Abenteuerreise durch Asien im vergangenen Jahr.

Trotz des langen Abends standen die Läuferinnen und Läufer am Sonntagmorgen nach dem Frühstück für die Abschlussrunden bereit. Zusammen gerechnet liefen wir 1930 km an diesem Wochenende. Das darf man durchaus als intensiv bezeichnen. Der Laufpark Stechlin hat sich dabei als hervorragend geeignet erwiesen. Hier findet jeder seine Strecke, im wahrsten Sinne des Wortes.

Autorin: Silke Stutzke

Startbild mit allen Startern
Die Nordler in Trebatsch vor dem Start

Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralauf 52,5 km am 17.02.2018

Das war durchaus ein großes Aufgebot, welches da zum 5. Ludwig-Leichhardt Trail in Trebatsch an der Startlinie stand. Vanni und Jan wollten eine Woche vor ihrem Trans-Gran Canaria Trail nochmal auf eine lange Strecke. Martina, Gaston und Martin sind Stammkunden hier und Silke und Annette waren das erste Mal dabei. Annette ging bei den Damen als Favoritin ins Rennen, obwohl es für sie nur ein Trainingsbaustein werden sollte.

Der Lauf ist nicht wirklich ein Trail, eher ein Landschaftslauf. Die Strecke ist nicht speziell markiert, man muss sich an die offiziellen Radwegemarkierungen in Form eines Kängurus halten. Das ist nicht immer einfach aber meines Wissens hat sich von uns niemand vertan. Der Weg ist nach dem in Trebatsch geborenen Australienforscher Ludwig Leichhardt benannt, der Mitte des 19. Jahrhunderts diesen Kontinent erforscht hat.

Die Lausitzer Landschaft ist wunderschön, das Wetter zeigte sich für Mitte Februar von seiner besten Seite. So wurde es eine rundum gelungene Sache. Annette wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann. Vanni und Jan waren unterwegs an ihrer Seite. Martina lief mit Gaston exakt die gleiche Zeit wie im Vorjahr und durfte sich über Platz 2 freuen, im übrigen nur eine Woche nach der Brockenchallenge, wo sie 3. geworden war. Die Brockenchallenge hatte auch Martin noch in den Beinen, kam aber dennoch souverän in Cottbus ins Ziel. Ich selbst wusste nicht genau, was mich erwartet angesichts von einigen gesundheitlichen Problemen in den letzten Wochen. Aber es ging dann wider Erwarten besser als gedacht.

Ein toller Teamauftritt einmal mehr. Schön wars.

Autorin: Silke Stutzke

Foto Bernd Kalinowski
v.l. Pat, Bernd, Annette, Frank
Foto: Norbert Wilhelmi
Annette im Rennen
Foto: Bernd Kalinowski
Pokalübergabe Bundesliga
 

Rodgauer 50 und Senftenberger Halle 27./28.01.2018

Das Wettkampfjahr der Ultraläufer hat begonnen. Traditionell mit den exotischen Ultradistanzen in der Lausitzhalle in Senftenberg und dem 50 km Lauf im hessischen Rodgau.

In Senftenberg trat Stu Thoms über 100 km an. Stu ist ja eigentlich 24 Stundenläufer aber mit den 400 Runden auf der Bahn wollte er vermutlich seine Leidensfähigkeit testen. Er beendete die 100 km als Gesamtachter nach 9:39 Stunden. Am nächsten Tag stand der Wettkampf über 50 km auf dem Programm. Hier startete Achim Dierkopf, nunmehr bereits in der M70. Er lief starke 4:44 Stunden, was Gesamtplatz 14 und Sieg in der Altersklasse bedeutete. Für ihn war das ein starker Einstieg in die Saison.

Benjamin Brade begnügte sich mit den Rennen über 10 000m und Marathon, was ja auch ein beachtliches Pensum ist. Seine Zeiten von 40:12 min (Gesamtzweiter) bzw. 3:13h (Gesamtvierter) können sich auch sehen lassen.

Autorin: Silke Stutzke

 

Den Bericht zu Rodgau hat Bernd Kalinowski verfasst:

 

Nüchtern betrachtet gibt es nicht so viele Gründe in Rodgau zu starten: die Parkplätze sind rar, der Rundkurs schmucklos, der 1km-Fußmarsch zum Startgelände lang, die mit Fußballern geteilte Dusche lauwarm… aber Ultralaufen ist nunmal keine emotionslose, rein objektiv zu betrachtende Disziplin. Da zählt eher, dass man nach langen Wochen des einsamen Trainierens in der Dunkelheit die fast vollständige Szene des deutschen Ultralaufens trifft mit diversen Welt- und deutschen Meistern, die Rodgauer sind außerdem herzliche Gastgeber und mittlerweile äußerst routiniert, und trotz der schnellen Zeiten an der Spitze treten die Ambitionen der Teilnehmer noch nicht so deutlich in den Vordergrund. Im Starterfeld mit fast 1000 Startern standen mit Annette Müller, Patricia Rolle, Frank Merrbach, Frank Nickel, Michael Beckmann und Bernd Kalinowski auch sechs Nordler. Das diesige Wetter und viel Regen aus der Vorwoche hatten die Strecke matschig gemacht, trotzdem war eine gute Belaufbarkeit gegeben – anders ließe sich der Streckenrekord von Sieger Benedikt Hoffmann in 2:56:18 wohl nicht erklären, ebenso die PB von Vorjahressieger Frank Merrbach vom Ultrateam auf Platz 2 in 3:05:38. Bei den Frauen spulten Annette Müller auf dem 8. Gesamtplatz in 3:59:00 und Patricia Rolle auf dem 11. Platz in 4:05:43 mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks die 10 Runden in Vorbereitung der Saisonhöhepunkte ab. Die weiteren Männer mit Michael Beckmann in 4:54:28 und Bernd Kalinowski in 5:06:21 rundeten das Feld aus Sicht der LG Nord ab, was in der Mannschaftswertung der Männer zu Platz 12 von 33 gereicht hätte – wenn denn alle ihren Teamnamen gleich geschrieben hätten… Frank Nickel war lange auf Kurs sub5, mußte dann aber erkennen daß seine in Erprobung befindliche Ernährungsstrategie doch noch optimierbar ist und musste nach 35km aussteigen. Aber auch wenn es eben nicht bei allen zu 100% so lief wie erhofft, so sind die Grundlagen doch da um bei den nächsten Läufen wieder guten Mutes anzugreifen.

Bei der Mitgliederversammlung der DUV am Abend konnte Patricia Rolle dann stellvertretend für das ganze Team den Pokal für den Sieg (das dritte Jahr in Folge) in der Ultramarathon-Bundesliga entgegennehmen.