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Deutsche Meisterschaften in Erfurt, 08./09. Juli 2017

Erfolgreiche DM für das LG NORD Team in Erfurt

Jossie Graumann freut sich über DM-Silber mit 1,90m Foto: Iris Hensel

Marc Koch holt Bronze Foto: Nadine Großkopf

Johannes Wuthe, Marcel Matthäs, Marc Koch und Philipp Kleemann laufen sensationell zu Bronze in der Männer 4x400m Foto: Iris Hensel

Jossie Graumann mit Silber; Bronze für Marc Koch und die 4x400m-Staffel

Während der 1. Tag für die Aktiven der LG NORD Berlin ganz im Zeichen der Vorläufe und Qualifikationen stand, brachte der 2. Wettkampftag drei Entscheidungen mit Medaillenerfolgen für unsere Rothemden.

Der Hochsprungwettbewerb in Erfurt sah mit 12 Starterinnen ein stärkeres Feld als in den Jahren zuvor.  Die Höhen von 1,70m und 1,75m ließen sowohl unsere Nordlerin Jossi Graumann als auch ihre schärfste Konkurrentin Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart) aus. Die folgenden 1,80m, 1,84m und 1,87m übersprang Jossi in souveräner Manier. Ihr tat es aber auch die Stuttgarter Athletin gleich.

Bei der nächsten Sprunghöhe von 1,90m riss Jossi im ersten und zweiten Versuch äußerst knapp, während Jungfleisch diese Höhe bereits im ersten Durchgang meisterte. Der Anlauf im 3. Versuch stimmte und sie überflog damit auch diese Höhe. Beide ließen die 1,92m aus, um sich ganz auf die WM-Norm von 1,94m zu konzentrieren.
Jossi musste vorlegen und hatte keinen schlechten Versuch. Für Marie-Laurence Jungfleisch waren die 1,94m kein Hindernis, denn sie übersprang gleich in ihrem ersten Versuch die geforderte WM-Norm. Leider konnte Jossi in den beiden folgenden Sprungversuchen nichts mehr zulegen. Mit den übersprungenen 1,90m blieb ihr die Silbermedaille, aber auch der Startplatz bei der Universiade in Taipeh.

Marc Koch mit persönlicher Bestleistung zu Bronze

Mit Marc Koch und Cati Granz standen am Samstag der Deutschen Titelkämpfe zwei  Leistungsträger der LG NORD in den Vorläufen vor lösbaren Aufgaben. Marc Koch lief über 400m mit 46,92 sec. Jahresbestleistung sowie die zweitschnellste Vorlaufzeit und qualifizierte sich unangefochten für das Finale am Sonntag. Auch Cati Granz ließ über 1.500m nichts anbrennen und erreichte mit 4:18,36 min. ebenso sicher das Finale wie Marc Koch.

Mit seiner schnellen Vorlaufzeit über 400m ging Marc Koch auf der 6. Bahn ins Finalrennen. Er lief flott an und konnte seinen Kurvenvorsprung bis zur Mitte der zweiten Kurve halten. Mit Johannes Trefz (LG Stadtwerke München) Patrick Schneider (LAC Quelle Führt) und Torben Junker (LG Olympia Dortmund) kam Marc auf die Zielgerade zum Schlussspurt im Kampf um die Medaillen.

Der diesjährige schnellste Langsprinter, Johannes Trefz, setzte sich auch hier durch und lief mit 45,81 sec. erstmals unter 46,0 sec. Der Kampf um die Medaillen dahinter blieb spannend. Die ersten vier kamen mit persönlichen Bestleistungen im Ziel. So auch Marc Koch, der hinter Patrick Schneider (46,02) den 3. Platz mit hervorragenden 46,18 sec. belegte. Seine bisherige Bestzeit lag bei 46,89 sec.

Cati Granz mit Saisonbestleistung und Platz 7

Das Rennen über 1.500m stand im Zeichen von Konstanze Klosterhalfen, die ihr eigenes Rennen gestaltete und zum Schluss den 40 Jahre alten Meisterschaftsrekord mit ihrer Siegerzeit von 3:59.58 min deutlich verbesserte. In diesem Rennen lief Cati Granz im Mittelfeld der Läuferinnen flott mit und hielt das hohe Renntempo. Mit ihrem 7. Platz in der Endabrechnung in neuer Saisonbestzeit von 4:14,79 min lief sie gleichzeitig dicht an ihre persönliche Bestleistung heran (4:13,14 min).

4x400m-Staffel mit Bronzemedaille zum Schluss

Die 4x400m Staffel der Männer bildet jährlich den Schlusswettbewerb der Deutschen Meisterschaften. Im letzten Jahr in Kassel erreicht die Staffel einen 5. Platz und in Erfurt sollte wiederum eine vordere Platzierung erreicht werden. Startläufer Philipp Kleemann lief im Feld stark mit und übergab an Marc Koch, der die Nord auf der Gegengerade deutlich in Führung brachte. Marcel Matthäs konnte zwar den Vorsprung vor den anderen Staffeln nicht halten, übergab aber auf gleicher Höhe den Stab an Youngster und U20-Athlet Johannes Wuthe. Zunächst sah es so aus, als ob Johannes von allen anderen Staffeln „gefressen“ werden würde, aber auf der Schlussgeraden setzte er zu einem unglaublichen Schlussspurt an und brachte die NORD’ler noch auf den 3. Platz und mit 3:11,59 min zur Bronzemedaille.

Weitere LG NORD-Platzierungen bei den Titelkämpfen

Im Vorlauf am Samstag hielt sich Martha Sauter wacker in ihrem Vorlauf über 800m, konnte aber im Schlussspurt nicht mehr ganz der Spitze folgen. Trotzdem erreichte sie als Sechste mit 2:10,86 min über die Zeitregelung das Finale am Sonntag.

Am Sonntag, nachdem sie über Nacht leichte gesundheitliche Probleme hatte, lief sie am Schluss des Finalfeldes „nur“ das Tempo mit. Anders als im Vorlauf konnte sie aber auf der Schlussgeraden den Sprint mitgehen und an Konkurrentinnen vorbeigehen. Damit wurde sie mit dem 7. Platz in einer Zeit von 2:09,01 min belohnt.

Geballte LG NORD Präsenz zeigten die Frauen über 5.000m mit den Starterinnen Carmen Schultze-Berndt sowie den Geschwistern Deborah und Rabea Schöneborn. Das von Rabea in den ersten Runden, dabei in Führung liegend, angeschlagene Tempo konnte sie in der Folgezeit nicht halten, auch wurde das Rennen von Gesa Felicitas Krause schneller gemacht. Rabeas Schwester Deborah hingegen, lief bis zwei  Runden vor Schluss in der Spitzengruppe mit, konnte dann aber den drei Topläuferinnen an der Spitze nicht mehr folgen. Mit ihrem couragierten Lauf belegte sie im Schlussklassement mit 16:41,32 min. einen erfreulichen 6. Platz im Reigen der deutschen Langstreckenläuferinnen.

Rabea Schöneborn belegte den 15. Platz mit 17:18,13 min und Carmen Schultze-Berndt kam als 19. mit 17:49,13 min ins Ziel.

Im Hammerwurf konnte sich Katharina Mähring, seit 2017 im LG NORD-Trikot startend, über einen 7. Platz im Endklassement freuen, wobei ihre Leistung mit 59,90m nicht an die Saisonbestleitung mit 62,73m reichte.

Über die 400m Hürdendistanz blieb Lena Seifert (5.Platz im Vorlauf mit 61,42 sec) knapp über ihrer persönlichen Bestzeit, während Marcel Matthäs (6. Platz in 53.44 sec.) unter seinen Möglichkeiten blieb.

Auch eine 4x400m-Staffel der NORD-Frauen konnte bei diesen Meisterschaften wieder an den Start gebracht werden. Janice Wobst, Lena Seifert, Charlotte Wolff und Schlussläuferin Theresa Köchl belegten in der Gesamtwertung von zwei Zeitläufen mit 3:55,98 min den 10. und damit letzten Platz.

Jugendstaffeln sammeln Erfahrungen

Mit Emma Waldschmidt, Luise Siebler und Elisabeth Rogoll gingen drei junge Damen der U18 in das Rennen der älteren Altersklasse U20. Ihre Zeit von 7:03,34 Minuten als Vorlauf-Sechste war immerhin um sechs Sekunden schneller als die diesjährig erzielte Qualifikationszeit. Im letzten Jahr hätte diese Zeit sogar zur Finalteilnahme berechtigt.

Auch die 3x1.000m-Staffel der LG NORD, als Titelverteidiger nach Erfurt gereist, hatte das Ziel mit Moritz Kuhlmann, Manuel Walicki und Louis Pape, den Endlauf zu erreichen. Im Vorlauf kam die Staffel nur auf den 9. Platz mit 7:49,09 min. und verfehlte die Endlaufteilnahme trotz Jahresbestleitung.