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234 Kilometer laufen ohne Pause

Erstellt von Jörg Stutzke | |   Info

Großartige Leistungen beim 2. Baltic Run Nonstop am Pfingstwochenende.

Das Ultrateam hat zum zweiten Mal mit großer Unterstützung aus dem gesamten Verein dieses Mammutprojekt durchgeführt. Am Ende bin ich mir nicht sicher, was schwieriger war: den Lauf zu absolvieren oder den Lauf vorzubereiten. Nun, mir fehlt der Vergleich....

Um deutlich zu machen, worauf sich die Organisatoren einlassen: Bei Zieldurchlauf des grandiosen Siegers Benjamin Brade (LG Nord) nach 23:23h waren die letzten Läufer etwa bei Kilometer 145 unterwegs. Das verlangt eine etwas andere Art von Logistik und macht einen großen Personeneinsatz notwendig. So haben in diesem Jahr 85 positiv Verrückte geholfen, diesen Lauf abzusichern. Bei der Anzahl der Starter (Ebenfalls 85) kann man schnell schlussfolgern, dass sich dieser Aufwand nicht lohnt. Ich denke: Doch!

Es gibt in Deutschland nur sechs bis sieben Veranstaltungen pro Jahr, wo Entfernungen über 200 km im Gelände gelaufen werden. Unsere ist die einzige dabei, wo die Spitze Geschwindigkeiten um die 10 km/h erreicht. Das liegt einerseits am schnellen Untergrund mit moderatem Profil, aber auch an der Gestaltung des Rennens als „versorgter Lauf“. Der Sportler kann sich darauf verlassen, alle ca. 8km gut versorgt zu werden. Das ist in Deutschland in diesem Segment ein Alleinstellungsmerkmal. Über das Jahr verteilt stellen sich in Deutschland etwa 300 bis 400 Läufer einer solchen Herausforderung. Das Ziel erreicht dabei weniger als die Hälfte. 

Zum Sport. 49 Läufer an der Startlinie, 30 im Ziel. Eine gute Bilanz. Benjamin war schon erwähnt. Zur großen Klasse des Teilnehmerfeldes trugen aber auch Michael Vanicek (24:55h), Stu Thoms (25:51h), Maic Seegel (25:51), Janos Zahoran (26:38h), Jan Prochaska (26:40h) und Stefan Daum (27:09h) bei.

Bei den Frauen gelang es Antje Müller aus Leipzig die Streckenbestleistung aus dem Vorjahr um vier Stunden auf nunmehr 28:23h zu drücken. Besonders erfreulich: mit Michael Vanicek, Jan Prochaska, Henry Wehder, Ralf Milke und Michael Brandt gelang es fünf Berlinern, das Ausscheiden des Vorjahres zu korrigieren. Immerhin sechs Sportfreunde haben diese Prüfung zum zweiten Mal bestanden. Darunter auch mit Silke Stutzke „Miss Baltic Run“. Sie hat nunmehr alle fünf Etappenläufe an die Ostsee und beide Nonstopläufe in ihrer Laufliste verankert. Ohne Zusatzkilometer durch verlaufen sind das immerhin 2093 Wettkampfkilometer in Richtung Norden. Und noch eine Zahl: Vincenzo Tarascio aus Italien gelang das Kunststück, sein Vorjahresergebnis um mehr als sieben (!) Stunden zu unterbieten! Grandios und dazu ihm und allen Teilnehmern unseren herzlichen Glückwunsch!

Hier findet ihr noch einen kleinen TV-Beitrag. Und da die Fotoauswahl so groß ist, hier einmal zwei Links, danke an die Fotografen! (Nr. 1, Nr. 2)

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