Die Deutschen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen wurden, wie im letzten Jahr, in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle ausgetragen. Zum einen gab es zahlreiche internationale Spitzenergebnisse, zum anderen bestehen in einzelnen Disziplinen in Spitze und Breite deutliche Defizite. Mit sieben Aktiven in den Einzelstarts und einer 4x200m-Männerstaffel war die „NORD“ relativ gut vertreten.
Dreisprung mit engem Kampf um Gold und die Zielweite 14 Meter
Unsere Caroline Joyeux und Kira Wittmann (Hannover 96), beide mit 13,94m als Saisonbestleistungen an den Start gegangen, kämpften letztendlich um Gold und Silber. Wittmann legte zunächst 13,76m vor, Joyeux blieb mit zunächst 13,59m dahinter. Im 4. Versuch schob sich Caroline mit 13,84m an die Pool-Position, wurde aber von Kira im 5. Versuch mit 13,94m ausgekontert. Gold ging damit an die Athletin aus Hannover, Silber gewann aber Caroline. Die 14m-Marke bleibt beiden als Ziel für die Freiluftsaison.
Sarah-Michelle Kudla, die im Vorjahr Bronze mit 13,56m gewann, konnte in einem spannenden Wettkampf mit 13,59m im vierten Versuch, diese Platzierung erneut bestätigen, wobei in ihren Sprüngen oft eigen ist, dass es doch bald weiter an die 14m gehen sollte.
Aliena Heinzmann war mit 12,93m die A-Norm für die „Deutschen“ gesprungen, blieb aber mit vier konstanten Versuchen zwischen 12,26m und 12,54 als Neunte im neu geschaffenen 4. Versuch für die besten 10 „hängen“.
Hochspringerinnen knapp an besserer Platzierung vorbei
Im Hochsprung am Samstag standen Blessing Enatoh und Ella Obeta im Feld der elf Springerinnen. Die Anfangshöhen mit 1,65m und 1,70m übersprangen beide sicher im 1. Versuch, die 1,75m dann im 2. Durchgang. Als nächste Sprunghöhe folgten nun 1,80m, die beiden dann mehr oder weniger gut, nicht überspringen konnten. Wie wichtig nun die Bewältigung von Sprunghöhen im 1. Versuch ist, zeigte die anschließende Ergebnisliste. Die beiden Aktiven, die 1,75m im ersten Versuch übersprungen hatten, aber ebenfalls 1,80m gerissen hatten, sortierten sich mit 7. Plätzen ein, während Blessing und Ella mit einem 9. Platz vorliebnehmen musste,
Am Sonntag stand dann NORDler Amdy Gaye im Wettkampfgeschehen des Männer-Hochsprungs. Die beiden Starthöhen mit 1,95m und 2,00m meisterte er sicher. Bei 2.05m benötigte er dann den 3. Versuch, um diese Sprunghöhe zu bewältigen. Die folgenden 2,10m, die persönliche Bestleistung bedeutet hätten, waren dann doch noch etwas zu hoch. Erfreulich aber, dass die übersprungenen 2,05m den 5. Platz im Gesamtklassement bedeuteten.
Im Dreisprung der Männer stellte sich Edoh Edmond der Konkurrenz. Bei seinem einzig gültigen Sprung erreichte er 14,60m und konnte sich damit noch einen vierten Versuch sichern, der aber ebenfalls ungültig blieb. Mit dem 9. Platz schloss er sich den insgesamt vier NORDlern an., die diese undankbare Platzierung erreichten.
Über die 400m überzeugte Leon Haller, der als Nachrücker den Sprung ins Feld der 20 zugelassenen Langsprinter geschafft hatte. Mit persönlicher Bestzeit von 48,82s erreichte er den 16. Platz im Gesamtklassement.
Die 4x200m-Staffel der Männer wurde im 1. Zeitendlauf derart behindert, dass sie Ausscheiden mussten. Nach Protest von Sportwartin Nadine Großkopf durfte die Staffel im Alleingang den „Relauf“ absolvieren. Im Alleingang auf Bahn zwei erzielten Maik Haller, Julian Iwanowski, Jannik Worina und Leon Haller mit 1:29,03min einen starken 7. Platz unter den 17 angetretenen Staffeln.