Silber und Bronze für die LG NORD Berlin

Erstellt von Bernd Kunze | |   LG NORD

Deutsche Meisterschaften, Bochum, 25./26.07.2026

Die Leistungsbilanz zu den 126. Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid kann sich für die LG NORD durchaus sehen lassen. Mit zwei Medaillen und vier Endkampfplatzierungen sowie insgesamt drei Staffeleinsätzen im Jugendbereich wurde eine breite Palette von Disziplinen zum nationalen Saisonhöhepunkt abgedeckt.

Zu Beginn des ersten Wettkampftages der „Deutschen“ griffen gleich insgesamt sieben Aktive der LG NORD Berlin beim Dreisprung und Hammerwurf in das Wettkampfgeschehen ein. Im Dreisprung waren neben Titelverteidigerin Caroline (Caro) Joyeux auch Sarah-Michell Kudla, Michelle Manke und Grace Monono an der Anlaufbahn. Im Hammerwurf gingen Flora Rustemeyer, Yasmin Amasheh und Esther Imariagbee in den Vorkampf.

Silber für Caroline Joyeux im Dreisprung

Unsere Titelverteidigerin Caro Joyeux sprang im ersten Durchgang hoffnungsvolle 13,55m und Sarah-Michelle Kudla immerhin 13,16m, die die Teilnahme am Endkampf absicherten. Kira Wittmann von Hannover 96 legte hier bereits mit 13,89m eine Weite vor, die sie an die Spitze führte. Caro verzeichnete nun zwei Fehlversuche, einmal bei starkem Rückenwind - einmal bei starkem Gegenwind. Währenddessen steigerte sich Kira Wittmann, die mit einer Bestleistung von 14,00m gemeldet war, im 4. Versuch auf die persönliche Bestleistung von 14,14m. Auch Ruth Hildebrandt (TSV Bayer 04 Leverkusen) konnte mit der Einstellung ihrer persönlichen Bestleistung von 13,92m auf die zweite Position vorrücken. Erst der 6. Versuch brachte für Caro den wirklichen Sprung nach vorne. Bei zulässigem Rückenwind von 2,0m/s sprang sie 13,98m und sicherte sich zum Schluss noch die Silbermedaille nach ihrem Titelgewinn im letzten Jahr in Dresden. Sarah erreichte mit 13,22m im dritten Versuch den 5. Platz im Wettbewerb, wobei sie im letzten Versuch eigentlich ihren besten Versuch zeigte, der aber leider knapp übertreten war. Grace Monono sprang im ersten Versuch 12,51m und steigerte sich im dritten Versuch auf 12,57m, die Platz 211 für sie bedeuteten. Michelle Manke blieb nach drei Fehlversuchen leider ohne Leistung.

Flora Rustemeyer im Endkampf des Hammerwurfs

Bereits im ersten Versuch des Wettbewerbs sicherte sich Flora Rustemeyer mit 58,72m den Einzug ins Finale der besten Acht. Mit 58,95m und 58,81m folgten weitere Würfe in diesem Bereich; die erhofften 60m konnte sie jedoch diesmal nicht überwinden. Mit dem 8. Platz blieb sie zwar im „Rahmen der Möglichkeiten“, aber bessere Platzierungen hätten deutliche Würfe bis Mitte der 60iger Meter erfordert. Esther Imariagbee erreichte im Vorkampf mit 57,84m den neunten Platz und Yasmin Amasheh folgte mit erzielten 57,40m knapp dahinter auf dem 10. Rang.

Überraschungsbronze für Ella Obeta

Im Hochsprung der Frauen ging es am Sonntag für Ella Obeta und Blessing Enatoh zunächst um gute Platzierungen im Feld der 13 Springerinnen. Die Anfangshöhen mit 1,65m bis 1,75m übersprangen beide ohne Probleme. Die nächste Höhe von 1,80m schaffte Ella im 2. Versuch, während Blessing mit drei Fehlversuchen die Konkurrenz leider verlassen musste; ihr erster Versuch war noch der knappste von allen. Erfreulicherweise konnte Ella die folgenden 1,83m gleich im ersten Versuch überwinden und stellte damit ihre Saisonbestleistung ein. Dass dieser Sprung „bronzewert“ sein würde, sollte sich erst in den nächsten Versuchen der Konkurrenz herausstellen. Mitfavoritin Imke Onnen (Cologne Athletics) hatte bereits Probleme beim Sprung über 1.80, ließ 1,83m aus und scheiterte überraschend bei 1,86m. Da wie Ella auch weitere Springerinnen an der Höhe von 1,86m scheiterten, erreichte sie mit ihrem 1,83m-Sprung im ersten Versuch zusammen mit Joana Herrman (SV Teuto Riesenbeck) den unerwarteten 3. Platz und damit den Gewinn der Bronzemedaille.

Bereits am Samstag hatte Amdi Gaye im Hochsprung der Männer die Anfangshöhen von 1,95m und 2,00m ohne Probleme geschafft. Auch die nächste Höhe von 2,05m übersprang er im 2. Versuch - die Latte wackelte nur leicht. Dies bedeutete die Einstellung seiner bisherigen Saisonbestleistung. Für viele Springer, wie auch für Amdi, waren die dann folgenden 2,10m deutlich zu hoch. Mit seiner Leistung sicherte er sich den 8. Platz und durfte mit dieser Platzierung durchaus zufrieden sein.

Weiter Ergebnisse und Platzierungen unserer LG NORD-Starter

Am Samstag standen die Halbfinals über 400m an. Der großgewachsene Leon Haller musste im 1. Halbfinale auf der Innenbahn starten. Mit 47,72s blieb er nur knapp über seiner Saisonbestleistung und belegte den 16. Platz aller Halbfinalstarter. Stark ging Joseph Mouaha die erste Hälfte seines Rennens im 2. Halbfinale an; möglicherweise erheblich zu schnell, denn auf der Zielgeraden verlor er deutlich an Tempo. Mit 48,16s blieb er so unter seinen größeren Möglichkeiten.

Mit 2:06,36min schlug sich Alison Graf als fünfte ihres Halbfinals achtbar und verfehlte ihre Bestleistung aus den USA mit 2:06.16min nur äußerst knapp. In der Gesamtwertung erreichte sie damit den 12.Platz der insgesamt 30 gestarteten Mittelstrecklerinnen.

Am Sonntag musste im Hammerwurf der Männer Marek Sachse zunächst zwei Fehlversuche verkraften, ehe er im 3. Durchgang den Hammer auf 57,05m schleuderte. Er belegte damit den 11. Platz; er hätte aber deutlich über 60m werfen müssen, um den Endkampf in diesem Wettkampf zu erreichen.

Parallel dazu fand der Dreisprung der Männer statt. Zwar gab es für Edmond Edoh im ersten Durchgang einen Fehlversuch, aber im zweiten Versuch sprang er mit 15.19m eine neue persönliche Jahresbestleistung. Im Weiteren folgte noch 15,06m, insgesamt also nahe an seiner Bestleistung von 15,26m aus der letzten Hallensaison. Mit seiner Weite sicherte sich Edmond den 7. Platz im Finale.

Jugendstaffeln präsentieren sich bei den „Großen“

Mit einer erfreulichen Leistung überzeugte die 4x400m-Staffel der männlichen U20 am ersten Wettkampftag. Mit Titus Lehmann, Jascha Heisterkamp, Tom Luca Gwizdek und Helge Kolinko steigerte das Team ihre Jahresbestleistung um fast drei Sekunden auf 3:27,40min. Der 12. Platz von 23 gestarteten Mannschaften bedeutet ein starkes Abschneiden unseres U20.

Am zweiten Tag der Meisterschaften standen die jugendlichen Mittelstreckler der LG NORD mit ihren Staffeln über 3x800m und 3x1000m in den Halbfinals. Die U20-Mädchen der 3x800m-Staffel mit Julia Fröhlich, Emma Eschenbrenner und Caroline Graf zogen sich mit einer Zeit von 7:13,8min gut aus der Affäre. In etwas anderer Besetzung waren sie die DM-Norm in 7:27,96min in Berlin gelaufen. Mühsamer kämpften sich die U20-Jungs über der 3x1000m. In der Besetzung Theodor Kubsch, Jakob Lankes und Jascha Heisterkamp liefen sie eine Zeit von 8:17,16min, fast genau wie die Qualifikationszeit in Berlin mit 8:17,88min.

 

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Caro Joyeux springt zu Silber (Copyright: Theo Kiefner)
Amdi Gaye mit Saisonbestleistung (Copyright: Theo Kiefner)
Edmond Edoh mit Bestleistung im Freien (Copyright: Theo Kiefner)
Bronze für Ella Obeta (Copyright: Theo Kiefner)
Flora Rustemeyer belegt Platz 8 mit dem Hammer (Copyright: Theo Kiefner)