20. Rodgauer Ultralauf über 50km am 26.01.2019

Seit 20 Jahren ist Rodgau im Südosten von Frankfurt in der kalten Jahreszeit ein beliebter Treffpunkt der Ultraläufer. Immerhin 837 Läuferinnen und Läufer standen an der Startlinie, von denen 532 die volle Distanz von 10 Runden á 5km unter die Laufsohlen nahmen. Das Schöne an Rodgau ist, dass es je Runde eine Zeitnahme gibt und auch vorzeitige Aussteiger eine Wertung erhalten. So nutzt manch einer diesen Lauf als langen Lauf in geselliger Runde.

Das Ultrateam der LG Nord Berlin war im Quartett an Start & Ziel, wobei ein Duo mit außergewöhnlichen Leistungen glänzte:

Der amtierende Deutsche Meister Frank Merrbach (pB 3:03:27) verpasste seine Bestzeit nur denkbar knapp und lief als Gesamtzweiter mit 3:03:34 ins Ziel ein. Bis km 40 lieferte er sich mit dem späteren Sieger ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, musste sich aber bei guten winterlichen Wetterbedingungen am Ende um 1:50 geschlagen geben.

Ebenfalls Zweite, jedoch in der Frauenwertung, wurde die Nordlerin Annette Müller in 3:45:05. Annette verbesserte ihre Bestzeit aus dem Vorjahr um 14 min. Diese Zeit bedeutet gleichsam bisheriger LG Nord Rekord bei den Frauen und gleichsam Platz 30 der ewigen Deutschen Bestenliste. Das Quartett der LG Nord komplettierten Martin Rudolph in 4:26:34 sowie Michael Beckmann in 4:58:31.

Am Vorabend des Laufes fand die Mitgliederversammlung der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung, der Jörg Stutzke von November 2012 bis März 2017 als Präsident vorstand, statt. Annette Müller stellt sich fortan in den Dienst der ultralaufenden Gemeinschaft und wurde für die nächsten 2 Jahre zur Pressewartin der DUV gewählt.

Weiterhin bringen sich die Nordler Michael Beckmann weiterhin als Kassenprüfer sowie Stefan Bicher als nun schon alter Hase für das Layout der Mitgliederzeitschrift ULTRAMARATHON mit persönlichen Engagement in die Arbeit der DUV ein.

Autor: Martin Rudolph

Das Ultrateam hat die Laufhalle in Senftenberg im Griff

Verschiedene Distanzen vom 25.01.2019-27.01.2019

Den Auftakt machten am 25.01.2019 die 100 km Läufer. Die Niederlausitzhalle in Senftenberg hat eine Länge von 250m und Steilkurven. Wer hier 100 km läuft, der muss mental richtig gut drauf sein. Wer sie dann in richtig guter Zeit läuft, der ist bereit zu großen Taten für das Ultrajahr.

Benjamin Brade scheint dazu bereit zu sein. Er überzeugte hier einmal mehr und verbesserte seinen eigenen Deutschen Rekord auf der Bahn, was zugegebenermaßen aber nicht so oft gelaufen wird. Seine Zeit ist aber auch insgesamt sehr gut, denn wir haben immerhin erst Januar. Da kann sich eine 7:55,30h mehr als sehen lassen.

Am Sonntag folgten dann die nächsten Ausrufezeichen in Sachen Ultralauf. Das erste setzte Almut Dressler (nach einer Babypause), die den 50 km-Ultralauf für sich mit 3:45,46h entschied. Hier stand der Deutsche Rekord vorher bei 4:10h, Almut hat ihn also quasi pulverisiert. Im Gesamtfeld wurde sie damit Dritte hinter den beiden ersten Herren. Einer davon war der Gesamtzweite Dirk Kiwus, der sich über 3:40,16h ebenfalls sehr freute und damit seine Altersklasse gewann.

Dieses Kunststück gelang auch Achim Dierkopf, der bereits in der M70 unterwegs ist und nach 5:45,05 das Ziel erreicht, erschöpft aber froh im Ziel zu sein.

Michael Brandt musste nach einer Verletzung erstmal wieder ins Laufen kommen aber die 50 km waren auch für ihn in 5:54h machbar.

Herzlichen Glückwunsch, für Euch hat damit das Ultrajahr gut begonnen.

Autorin: Silke Stutzke