Deutsche Meisterschaft 50 km am 30.03.2019

Premierenstimmung am alt bekannten Ort

Am 30. März 2019 fand im Rahmen des 39. Internationalen 100-km-Laufes von Grünheide die erste Deutsche Meisterschaft des DLV über 50km statt. Mit Marcel Bräutigam (GMRV) und Almut Dreßler (LG Nord Berlin) setzten sich ein Ultralaufnovize und eine überraschende Siegerin durch.

Eine der Gründungsideen der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V. (DUV) war es, offizielle deutsche Meisterschaften in den gängigen Ultralaufdisziplinen zu etablieren. Seit im vorigen Jahr die Kooperationsvereinbarung durch DLV und DUV unterschrieben wurde, fieberte die Ultralaufgemeinde den ersten Veranstaltungen über drei neu ins Programm aufgenommene Distanzen entgegen. Die 50km sollten hier den Anfang machen. Schön war es, dass mit Michael Sommer der Sportwart der DUV und der wohl zukünftige Ultramarathonberater des DLV den Weg zum Wettkampf gefunden hat. Weniger schön war es, dass es sich bei den regionalen Verbänden wohl nicht herumgesprochen hatte, dass es diese nationale Meisterschaft gibt. Zumindest war außer den Kampfrichtern und Michael Sommer kein weiterer Vertreter des DLV als solcher erkennbar am Störitzsee. Ich vermute, das wird bei den Stadiondisziplinen im Sommer anders sein.

Die Aussicht auf Titel und Nominierungen lockten ein illustres Feld nach Grünheide. Aus Sicht der LG Nord standen 6 Frauen und 10 Männer an der Startlinie und hatten es mit zahlreichen Hochkarätern des Ultralaufsports zu tun. Der Ausgang des Frauenrennens schien zumindest auf Platz eins eine klare Angelegenheit, die seit 2014 in Deutschland auf den Ultralaufstrecken ungeschlagene Nele Alder-Baerens, galt auch angesichts ihrer beeindruckenden nationalen Titelsammlung als Favoritin. Viermal konnte sie bereits die zuletzt noch als „DUV-DM“ ausgetragene Meisterschaft über 50km für sich entscheiden, nunmehr wurde diese Siegesserie durch Almut Dreßler gestoppt. In einem taktisch sehr spannenden Rennen liefen beide Frauen auf höchstem Niveau, beschleunigten auf den letzten zehn Kilometern deutlich und erst auf den letzten drei Kilometern fiel die Entscheidung zugunsten von Almut. Sie fuhr damit nicht nur den Titel und die Nominierungszeit für die WM über 50km ein, sondern Almut stieg zugleich auf Rang vier der „ewigen deutschen Bestenliste“ auf. Ihre PB steigerte sie um über sieben Minuten. Damit ist die Leistung von Almut zugleich neuer Berliner Rekord und natürlich LG Nord Rekord.

Hinter dem Top-Duo, das nie um mehr als dreißig Sekunden getrennt lief, entwickelten sich interessante Positionskämpfe, in die zunächst auch die mit großer Hoffnung gestartete Katrin Grigalat (4:08:55h) von der LG Nord eingreifen konnte. Bei km 25 noch auf Platz fünf liegend, musste sie aber, durch erhebliche Magenproblemen geschwächt, hinnehmen, dass bis zum Ziel noch fünf andere Mitstreiterinnen an ihr vorbeizogen. Dennoch war es auch ihre Leistung, die am Ende zur Silbermedaille in der Teamwertung beitrug, das Trio wurde durch Martina Prüfer (4:25:41h) vervollständigt.

Unter den 32 Läuferinnen die in der gesetzten Normzeit von 6:30h das Ziel erreichten waren auch Ullika Schulz (4:29:15h), Silke Stutzke (5:26:12h) sowie Daniela Dilling (6:20:18h). Martina, Ullika und Silke gewannen die Mannschaftswertung der Seniorinnen, für die die Starterinnen der AK W50 und älter berücksichtigt werden. Ebenso konnten Martina (Rang 2/W50), Ullika (Rang 1/W55) und Silke (Rang 3/W50) für ihre altersbezogenen Leistungen mit Medaillen geehrt werden. Großer Dank gilt Daniela, die sich trotz beträchtlicher gesundheitlicher Probleme im Vorfeld zum Start entschloss und das Teamergebnis abzusichern half.

Auch im Männerrennen konnte am Ende nicht nur ein neuer LG Nord Rekord auf der Habenseite verbucht werden. Frank Merrbach (3:01:57h) erlief sich in einem couragierten Rennen Rang fünf und hat damit ebenfalls große Chancen, Deutschland international zu vertreten. Lange Zeit konnte er das Rennen um Platz vier offenhalten, jedoch hatte sein schon in Rodgau am Ende stärkerer Konkurrent Jan Kerkmann wiederum auf den letzten acht Kilometern etwas mehr zum zusetzen. Angesichts seiner Bilanz war Frank aber die Freude über PB und Nominierungschance deutlich anzumerken. Dazu kam der nicht selbstverständliche Titel in der Mannschaft. Gemeinsam mit Alexander Dautel (3:07:48h; Rang 8, Rang 3 M40) und Enrico Wiessner (3:12:11h, Rang 9) wurde die Goldmedaille durch einen neuen Deutschen Rekord im Team weiter aufgewertet. Das auch der zweite Anzug sitzt, bewiesen die weiteren Starter des Teams. Unter den 62 Zieleinläufen finden wir mit Erik Weick auf Platz 22 unseren jüngsten Teilnehmer, in seiner AK belegte er Rang 2 (3:51:30h). Nur sechs Sekunden hinter ihm passierte auf Rang 23 und als Sieger der M40 Christian Karbe die Ziellinie. Durch Bernd Kalinowski rangierte in dieser AK die LG Nord gleich doppelt vorn. Er beendete das Rennen nach 4:17:21h. Rang 3 in der M50 konnte Stu Thoms auf für ihm ungewohnt kurzen Wettkampfkurs verbuchen (3:52:13h). Ebenfalls noch unter der 4-Stunden-Marke konnte Martin Rudolph sein Rennen beenden (3:58:22h). Michael Brandt (4:23:40h) komplettierte das Läufertrio (Brandt, Thoms, Rudolph), das in der Seniorenwertung einen weiteren Podestplatz (Rang3) erlaufen konnte. Als letzter unserer Starter im Ziel, aber das darf auch so angesichts seines Alters von 70 Jahren sein, war Achim Dierkopf. Das RBB widmete ihm einen kleinen Bericht in der Abendschau, offenbar dadurch angespornt ließ er alte Dauerkonkurrenten hinter sich und konnte in seiner AK den Silberrang erkämpfen.

In derselben Veranstaltung wurden die Berlin-Brandenburgischen Meister über die 100km gesucht. Da sich viele Läufer auf der kürzeren Distanz gemeldet hatten, fiel das Starterfeld aus regionaler Sicht, was die Anzahl an Startern betrifft, eher schmal aus. Aber klein bedeutet nicht schlecht – und so sahen die noch an der Strecke verbliebenen Nordler zunächst eine deutliche Steigerung seiner persönlichen Bestleistung durch Gaston Prüfer. Eigentlich sind Schnee, Eis, Geröll sowie Berge sein bevorzugtes Terrain, und es darf auch ruhig länger dauern…. Obgleich erst seit 2013 Ultraläufe bestreitend hat er bereits 22 Resultate mit 100 oder mehr Kilometern in seiner Läufervita zu stehen. Dieses Mal endete sein Rennen nach 8:16:44h, PB und mit dem Meistertitel. Seine Leistung ist ebenso wie die von Frank, Katrin, Ullika und Bernd der akribischen Trainingsarbeit von Fritz Schulz zu verdanken. Nur knapp zehn Minuten mussten er und das fast vollständig versammelte Ultrateam danach nur warten, um Annette Müller den verdienten Applaus zu spenden. Neben dem Titel im Frauenrennen (sie war leider die einzige Starterin aus BB) konnte sie aber durch ihre Zeit von 8:26:59h die B-Kadernorm des DLV recht unterbieten. Ihre persönliche Bestleistung steigerte sie in diesem Rennen um fast unglaubliche 45 Minuten!!!

Zu Unrecht etwas einsam wurde es in den letzten Rennstunden um die Teilnehmer der dritten in Grünheide ausgetragenen Disziplin: dem 12-Stunden-Lauf. Auch hier standen drei Nordler im Wettkampf und haben ihre persönlichen Ziele fast durchgängig erreicht. Dieses Format ist zumeist „Training“ für andere Ziele, so auch hier. Anke Schülke erlief sich in gut elf Stunden 95 Kilometer, testete dabei für ihr Jahresziel (24-h-Lauf) einiges an Material und Versorgung. Michael Vanicek benötigte Trainingskilometer und eine Norm für seine Griechenlandläufe, die er aber mit über 124 Kilometern und Gesamtrang zwei sicher eingefahren hat. Mit 115 Kilometern in Summe, allerdings 100km nach 8:25h (!), hat Benjamin Brade auch Zeugnis davon abgelegt, dass auf den noch längeren Strecken mit ihm in diesem Jahr zu rechnen ist.

Neben den 23 im Wettkampf befindlichen Läufern sorgten zeitweilig bis zu 15 Helferinnen und Helfer des Teams dafür, dass es den Läufern an nichts fehlte. Laufen ist Gemeinschaftsarbeit, wie im Stadion so auf der Straße. Sicher ist dieses gemeinsame Agieren einer der wichtigen Schlüssel zu den Erfolgen, die das Team an diesem Wochenende erringen konnte. Deshalb gilt neben der Anerkennung der erzielten läuferischen Leistungen auch stets der Dank an die Helfer zum liebgewordenen Ritual einer jeden Veranstaltung.

Autor: Jörg Stutzke

Fotos: Niels Michalk

Marathon in Marienwerder am 09.03.2019

Was für ein Auftritt in Rot. Den Baff-Naturmarathon nutzten sehr viele Nordler, viele als Trainingswettkampf, einige wollten sehen, was sie in den Beinen haben zu einer so frühen Zeit im Jahr. Enrico Wiessner lief die ersten 31,5 km an der Seite von Almut Dreßler, die sich hier in eindrucksvoller Manier den Damensieg über den Dreiviertel-Marathon in 2:11h holte. Ich glaube, so schnell war hier noch nie eine Dame auf den 3 Runden. Enrico hatte dann noch eine Runde zu laufen und konnte den Marathon in starken 2:55h gewinnen.

Die Trainingsgruppe von Fritz Schulz nutzte Marienwerder als Trainingswettkampf. Rebecca Walter musste allerdings einer Erkältung Tribut zollen und beschränkte sich dann lieber auf den Halbmarathon und wurde hier 3. ihrer Altersklasse. Daniela Dilling war diesmal auch auf der für sie eher kurzen Halbmarathon-Distanz unterwegs und freute sich über 2 fast gleich schnelle Runden.

Bernd Kalinowski, Ullika Schulz und Katrin Grigalat nahmen 3 Runden unter die Füße. Katrin holte sich den Gesamtrang 2 und zeigte, dass sie ebenfalls auf gutem Weg ist. Bernd war ebenfalls schnell unterwegs, trotz Doppelbelastung durch einen schnellen Lauf in der Vorwoche. Ullika liefert so gut wie immer tolle Ergebnisse ab und siegte in ihrer Altersklasse mit ebenfalls schön gleichmäßigen Runden. Torsten Richter wurde 2. in seiner AK und legte sogar eine schnellste 3. Runde hin. Das gelang auch Maximilian Kayser, der ein Lächeln ins Gesicht seines Trainers gezaubert hat, weil er genau nach Vorgabe gelaufen war. Am Ende stand der AK-Sieg und Gesamtrang 8 in der Liste.

Familie Prüfer ging gemeinsam im Marathon an den Start. Gaston beschränkte sich zunächst auf 3 schnelle Runden für sein Training, legte dann eine Pause ein und begleitete am Ende Martina auf ihrer letzten Runde zum vollen Marathon. Martina konnte sich im Marathon den 2. Gesamtrang sichern. Christian Karbe war ebenfalls mal wieder für die LG Nord im Marathon unterwegs und lief tolle 3:13h.

Ja, und die Autorin überlebte auch mal wieder einen Marathon und zeigte sich darüber froh und zufrieden. Jetzt gilt es für alle gesund zu bleiben oder zu werden, damit die DM am Störitzsee für alle so verläuft wie es erhofft wird. Manch einer aus dem Team geht dort auch schon über 100 km an den Start, auch da sind wir sehr gespannt, was am Ende herauskommt.

Autorin: Silke Stutzke

Trainingslager Lindow vom 15.-17.02.2019

So viele Athleten wie noch nie nutzten in diesem Jahr das Angebot für ein Trainingslager in der Sportschule Lindow.

Das Wetter meinte es in diesem Jahr besonders gut, es war fast frühlingshaft und so stand einem qualitativ sehr hochwertigen Training nichts im Wege. Trainer Fritz Schulz begleitete die Schnellfüße auf dem Rad und musste dabei ordentlich in die Pedale treten. Offenbar deutet sich bei dem einen oder andern schon eine gute Form an. Die Strecken im Laufpark Stechlin bieten wirklich für jeden das passende Terrain.

29 aktive Läufer liefen an diesem Wochenende insgesamt 1885,3 km.

Der Samstagabend wurde für das jährliche Team-Meeting genutzt. Dort entstand auch das Gruppenfoto.

Autorin: Silke Stutzke

Winterläufe in Niedersachsen

Anke Schülke im Doppel beim 3. Lüneburger Heide Winter Trail und beim 20. Winterlauf der LG Kreis Nord Stade

Kein Winterdienst – so der warnende Hinweis zum 20. Winterlauf in Oldendorf bei Stade. Zum Glück bot der Januar aber grundsätzlich gute Laufbedingungen, Schneeschaufel und Streusalz waren entbehrlich. Anke Schülke nutze diesen Umstand für einen kleinen Doppelschlag und siegte hier über 52 und 50 km.

Am 20.01.2019 ging es zunächst zum 3. Lüneburger Heide Winter Trail. Bei eiskalten 8°C unter Null, dafür aber bei strahlendem Sonnenschein traf sich eine kleine Gruppe Läufer in Schneverdingen, um über 52 km die wunderschöne Heidelandschaft genießen zu können. Der als low-budget-Lauf angelegte Ultramarathon führte zumeist auf Wanderwegen im Rahmen eines Teilrundkurses durch das Land der Heidschnucken. Der Wilseder Berg als höchste Erhebung in der Lüneburger Heide musste gleich zweimal überquert werden, entschädigte dabei aber mit einer wunderbaren Aussicht. Teilweise spannend gestaltete sich die Streckensuche: Allein anhand der obligatorisch mitzuführenden Karte und verblasster Wegzeichen war diese nämlich auf vereinzelten Waldpfaden nicht immer leicht zu finden. Auch die unbemannten Verpflegungs- und Kontrollpunkte waren teilweise nur im Rahmen einer Gemeinschaftsleistung zu entdecken – gut, wenn man gerade dort einen der 26 übrigen Teilnehmer wiedertraf – ohne Eintrag in die ausliegenden Kontrolllisten gab´s jedes Mal konsequent zwei Stunden Zeitaufschlag! Gut, dass es heutzutage GPS gibt…

Zum Schluss ging´s dann zurück zum Ausgangspunkt in Schneverdingen – ein nettes Hotel, das ein Zimmer mit Duschmöglichkeit für die Läufer bereitstellte, in dem dann auch die Zieleinlaufliste zum Selbsteintrag auslag.

Eine Woche später ging es dann zum 20. Winterlauf der LG Kreis Nord Stade - von 5 bis 50 km wurden in 5er Schritten auf einem vermessenen Rundkurs über befestigte Wirtschafts- und Radwege alle Strecken angeboten. Ein nettes Detail dabei: wer sich auf eine Strecke ab 20 km angemeldet hatte, konnte sogar noch während des Laufes spontan entscheiden, ob er kürzer oder länger läuft. Nett und liebevoll

Für Anke standen hier von Anfang an die 50 km am Rande des Alten Landes auf dem Plan. Die 287 Teilnehmer der Veranstaltung wurden mit der Zeit immer weniger, die Strecke entsprechend leerer. Auf den beiden Ultradistanzen pustete der norddeutsch-typische Wind dann schließlich noch 16 weitere Mitstreiter ins Ziel.

In gut einer Woche also zwei unterschiedliche Ultra-Konzepte, die aber dennoch eines gemeinsam haben: Beide Veranstaltungen waren liebevoll organisiert und führten durch reizvolle Landschaften - eine klare Empfehlung!

Autorin: Anke Schülke

20. Rodgauer Ultralauf über 50km am 26.01.2019

Seit 20 Jahren ist Rodgau im Südosten von Frankfurt in der kalten Jahreszeit ein beliebter Treffpunkt der Ultraläufer. Immerhin 837 Läuferinnen und Läufer standen an der Startlinie, von denen 532 die volle Distanz von 10 Runden á 5km unter die Laufsohlen nahmen. Das Schöne an Rodgau ist, dass es je Runde eine Zeitnahme gibt und auch vorzeitige Aussteiger eine Wertung erhalten. So nutzt manch einer diesen Lauf als langen Lauf in geselliger Runde.

Das Ultrateam der LG Nord Berlin war im Quartett an Start & Ziel, wobei ein Duo mit außergewöhnlichen Leistungen glänzte:

Der amtierende Deutsche Meister Frank Merrbach (pB 3:03:27) verpasste seine Bestzeit nur denkbar knapp und lief als Gesamtzweiter mit 3:03:34 ins Ziel ein. Bis km 40 lieferte er sich mit dem späteren Sieger ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, musste sich aber bei guten winterlichen Wetterbedingungen am Ende um 1:50 geschlagen geben.

Ebenfalls Zweite, jedoch in der Frauenwertung, wurde die Nordlerin Annette Müller in 3:45:05. Annette verbesserte ihre Bestzeit aus dem Vorjahr um 14 min. Diese Zeit bedeutet gleichsam bisheriger LG Nord Rekord bei den Frauen und gleichsam Platz 30 der ewigen Deutschen Bestenliste. Das Quartett der LG Nord komplettierten Martin Rudolph in 4:26:34 sowie Michael Beckmann in 4:58:31.

Am Vorabend des Laufes fand die Mitgliederversammlung der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung, der Jörg Stutzke von November 2012 bis März 2017 als Präsident vorstand, statt. Annette Müller stellt sich fortan in den Dienst der ultralaufenden Gemeinschaft und wurde für die nächsten 2 Jahre zur Pressewartin der DUV gewählt.

Weiterhin bringen sich die Nordler Michael Beckmann weiterhin als Kassenprüfer sowie Stefan Bicher als nun schon alter Hase für das Layout der Mitgliederzeitschrift ULTRAMARATHON mit persönlichen Engagement in die Arbeit der DUV ein.

Autor: Martin Rudolph

Das Ultrateam hat die Laufhalle in Senftenberg im Griff

Verschiedene Distanzen vom 25.01.2019-27.01.2019

Den Auftakt machten am 25.01.2019 die 100 km Läufer. Die Niederlausitzhalle in Senftenberg hat eine Länge von 250m und Steilkurven. Wer hier 100 km läuft, der muss mental richtig gut drauf sein. Wer sie dann in richtig guter Zeit läuft, der ist bereit zu großen Taten für das Ultrajahr.

Benjamin Brade scheint dazu bereit zu sein. Er überzeugte hier einmal mehr und verbesserte seinen eigenen Deutschen Rekord auf der Bahn, was zugegebenermaßen aber nicht so oft gelaufen wird. Seine Zeit ist aber auch insgesamt sehr gut, denn wir haben immerhin erst Januar. Da kann sich eine 7:55,30h mehr als sehen lassen.

Am Sonntag folgten dann die nächsten Ausrufezeichen in Sachen Ultralauf. Das erste setzte Almut Dressler (nach einer Babypause), die den 50 km-Ultralauf für sich mit 3:45,46h entschied. Hier stand der Deutsche Rekord vorher bei 4:10h, Almut hat ihn also quasi pulverisiert. Im Gesamtfeld wurde sie damit Dritte hinter den beiden ersten Herren. Einer davon war der Gesamtzweite Dirk Kiwus, der sich über 3:40,16h ebenfalls sehr freute und damit seine Altersklasse gewann.

Dieses Kunststück gelang auch Achim Dierkopf, der bereits in der M70 unterwegs ist und nach 5:45,05 das Ziel erreicht, erschöpft aber froh im Ziel zu sein.

Michael Brandt musste nach einer Verletzung erstmal wieder ins Laufen kommen aber die 50 km waren auch für ihn in 5:54h machbar.

Herzlichen Glückwunsch, für Euch hat damit das Ultrajahr gut begonnen.

Autorin: Silke Stutzke